Update Februar 2025:
Auf Wunsch unserer Kunden haben wir den Blickwinkel unserer Sternenkarten kürzlich geändert, damit er besser zu den traditionellen Projektionen passt. Der neue Projektionspunkt liegt auf der Erde, mit Blick nach oben. Dadurch erscheinen die Himmelsrichtungen vertauscht. Jetzt gilt: Nord -> West -> Süd -> Ost (im Uhrzeigersinn).
Sowohl die neue als auch die alte Version sind wissenschaftlich korrekt, sie können aber unterschiedlich aussehen. Bitte denk daran, falls Du schon einmal bei uns bestellt hast. Wenn Du eine Karte im alten Projektionsstil möchtest, schreib uns bitte eine E-Mail.
Projektionsansicht bis Februar 2025
Um die Himmelshalbkugel abzubilden, haben wir uns ursprünglich für die stereografische Projektion entschieden, da die meisten historischen Sternkarten diese oder eine sehr ähnliche verwenden. Wir hätten aber genauso gut eine von Dutzenden anderen Projektionstechniken wählen können. Kurz gesagt: Die Wahl einer Kartenprojektion und ihrer Parameter ist vor allem eine Frage des „Geschmacks“ und praktischer Überlegungen des Kartenerstellers. Sieh Dir zum Beispiel diese „ungewöhnliche“ Projektion der Erde an: McArthurs Weltkarte
Hier eine sehr vereinfachte Darstellung typischer stereografischer Himmelsprojektionen:
Aufgrund früher Rückmeldungen zu unserem Projekt haben wir uns entschieden, zu einer anderen Projektionsansicht zu wechseln, und zwar so:
Wir haben den Blickpunkt auf einen Zenitpunkt oberhalb des gewählten Ortes verlegt, weil wir festgestellt haben, dass die gespiegelte Anordnung der Himmelsrichtungen das Auge verwirrt, das an Nord -> Ost -> Süd -> West (im Uhrzeigersinn) gewöhnt ist, zumal diese Richtungen in unserem Design sehr prominent sind. Mit der neuen Ansicht konnten wir die „traditionelle“ Reihenfolge beibehalten, die die meisten Menschen von Landkarten der Erde kennen, und die Projektion trotzdem faktisch korrekt halten.
Die Projektion, die wir verwenden, ist korrekt, nur die Ansicht ist eine andere. Man kann es sich so vorstellen, als würde man „von oben auf die Himmelshalbkugel blicken“, oder etwas romantischer ausgedrückt: der Blick vom Himmel herab. Zugegeben, keine typische Wahl für eine Projektion.
In unserer Projektion haben wir uns entschieden, weder den Mond noch die Sonne darzustellen.
Wissenswertes am Rande (danke an unseren Kunden Chris B): Diese Ansicht ähnelt der im Sternatlas von Johannes Hevelius aus dem Jahr 1690. Alle Sternbilder sind dort aus der Perspektive außerhalb der Himmelskugel gezeichnet und erscheinen daher spiegelverkehrt. Siehe Uranographia von Johannes Hevelius.